Hintergrund Charaktere

James Devereaux
Ahn von Clan Toreador
Aktueller Zustand: mutmaßlich abgereist mit seinem Erzeuger
Als Kind der prestigeträchtigen Toreador-Linie der schönen Helena, war eine exponierte Laufbahn des Toreador bereits mit Erschaffung vorherbestimmt. Er lernte bereits als junger Neugeborener auf den schwierigsten Parketts der Gesellschaft der Nacht zu tanzen und erarbeitete sich so über die Jahrzehnte und dann Jahrhunderte einen Namen, welcher mit Respekt über die Lippen von den Rosen und auch clansfremden Personen ging als geistiges Kind der Renaissance, der versteht die Pflicht und das Vergnügen im Unleben eng miteinander zu verknüpfen und in beidem, deren Trennlinien in seinem gewinnenden Lächeln verschwimmen, zu brillieren.
Als der menschliche Prinzregent und spätere George IV. nach Brighton zog und dieses, neben den Ballsälen, Rennstrecken und Salons Londons, zu seinem bevorzugten Aufenthaltsort machte, war James Devereaux an seiner Seite. Es ranken sich Gerüchte über den Einfluss, den er auf den Prinzregenten und späteren König hatte – doch wissen wohl nur wenige um das tatsächliche Ausmaß. Anders als George hingegen, dessen ausschweifendes Leben seinen Tribut forderte und ihn mit der Zeit zum Gespött der Gesellschaft machte, verlief die Karriere von James Devereaux steil aufwärts. Er kam als Ancilla in die Domäne – und blieb als Ahn und Prinz.
Im Winter des Jahres 1784 forderte er den bisherigen Prinzen der Domäne Brighton zu einem Kartenspiel Macao heraus. Während der Mond höher und höher zu seinem Zenit wanderte, stiegen auch die Einsätze des Spiels über Stunden immer weiter und weiter und James Devereaux bewies dauerhaft eine brillante Strategie oder ein sehr glückliches Händchen. Zu glücklich mögen in den darauffolgenden Nächten viele sagen, doch ein Betrug konnte ihm nie nachgewiesen werden. Sein Glück erlangte den Höhepunkt als der Ahn der Malkavianer, wohl in einem Anflug von Wahnsinn oder Verzweiflung, weil er keine anderen Einsätze mehr vorzuweisen hatte, den Thron der Stadt wortwörtlich aufs Spiel setzte – und verlor.
Unter James Devereaux als neuem Prinzen erblühte die Stadt zu neuem Leben, ja zu ungeahntem Glanz und Glorie. Vielleicht auch ein Grund warum niemand nachträglich wirklich Interesse daran hatte zu erforschen, ob in dem schicksalsträchtigen Kartenspiel alles von rechten Dingen war. Man einigte sich stillschweigend darauf, dass spielsüchtige, verzweifelte Männer alle möglichen Dinge zum Einsatz machten, von Geld, welches sie nicht hatten, bis hin zu Anwesen, die seit Jahrhunderten im Besitz ihrer Familie waren, oder gar die Hand der eigenen weiblichen Familienmitgliedern. Die vampirische Gesellschaft unterschied sich dahingehend kaum von der menschlichen, wenn dann waren die Einsätze nur noch höher und endgültiger.
Kurz nach der Thronbesteigung Devereauxs kamen auch offensichtlich gute Bekannte von ihm in die Domäne und blieben. Clan Seth. Der Prinz zeigte sich offen eng mit ihnen und gestattete ihnen umgehend nach Belieben Einflüsse in der Domäne zu generieren. Auch wenn viele kritisch schauten, so konnte man nicht von der Hand weisen, dass sich auch die Schirmherrschaft von Clan Seth über einen Großteil des Vergnügungssektors mit an dem Aufstieg der Stadt beteiligt war. Und so lernten alle Personen, die in die Domäne nachzogen, die Anwesenheit des Clans wahlweise zu schätzen oder zumindest zu dulden.
Doch nicht nur in dieser Bekanntschaft wich James Devereaux von dem erwarteten Verhalten eines Ahnen von Clan Toreador ab. Es entwickelte sich über die Jahrzehnte ein enges Bündnis zwischen ihm und der Ahnin von Clan Nosferatu, welche in der Unterstadt Brightons ihr Zuhause gefunden hatte, Eupraxia. Sie gilt bis heute als eine seiner engsten Verbündeten und die Zusammenarbeit zwischen Clan Toreador und Clan Nosferatu ist seit nun über einem Jahrhundert sehr stabil und fruchtbar.
Doch sagt man, dass auch der hellste Stern einmal zu sinken bestimmt ist. Oder vielleicht vergleicht man Devereaux mit Ikarus, welcher sich im Strudel des Erfolges immer weiter und weiter treiben ließ und an die Sonne heran wagte. Wie immer man es auch bezeichnen mag, so ist es für alle Augen sichtbar, dass in den letzten Jahren James Devereaux mehr und mehr von dem Bild abwich, welches er bis dato transportiert hatte. Das Bild des klugen und charmanten Toreador wurde mehr und mehr überlagert von Größenwahn, Irrationalität und Paranoia bis nur noch ein Schatten seines ehemaligen Selbst zu erkennen ist.
Seit dem 29.12.1919 wurde James Devereaux in der Öffentlichkeit nicht mehr gesehen und wurde am 31.12.1919 von Lady Florence, seinem Child und Ancilla, als Prinz der Domäne abgelöst. Mutmaßlich wurde der gepflockte Körper des Ahnen von Haus und Clan Tremere an die Ahnsherrin Eupraxia von Clan Nosferatu übergeben.
Angeblich reiste er mit seim Erzeuger Matteo di Lucca aus der Domäne ab.

Balthasar
Ahn von Clan Malkavian
Aktueller Zustand: Aktiv
Im 17. Jahrhundert siedelte sich Balthasar, Ahn von Clan Malkavian, in dem kleinen Fischerstädtchen Brighton an und gründete die Domäne Brighton, auf deren Thron er ab sofort saß. Woher er kam und warum er sich die bis dato unbedeutende Küstenstadt zur Heimat nahm, weiß niemand. Im Hinblick auf die Entwicklung, die die Stadt seit jenen Nächten genommen hat, mutmaßen einige, dass er, wie es der Malkavianer Art ist, eventuell vorausgesehen hat, dass sein Schicksal ihn in diese Stadt führte. Vielleicht war auch dies der Grund, dass er sich dann auf die Herausforderung eines Toreador Ancilla eingelassen hat und gut ein Jahrhundert später in einem Kartenspiel den Thron der Stadt an ihn verloren hat. War das Ereignis, was allgemeinhin als “Malkavian Macao Misfortune” bezeichnet wird, von ihm möglicherweise eingefädelt oder gar bereits ein Jahrhundert zuvor vorausgesehen worden? Die Antworten dazu hat keiner und die Worte, die einem auf eine solche Frage von Clan Malkavian genannt werden, werden von niemandem als eine Antwort verstanden.
Doch trotz des Verlustes des Thrones verblieb Balthasar mit seinem Child Ada an seiner Seite in der Domäne, zeugte sogar noch ein weiteres Child mehrere Jahrzehnte später. Seit dem lebt er zurückgezogen und man sieht ihn nur sehr, sehr selten in der Gesellschaft auftreten. Wahrscheinlich begrüßen die meisten diesen Umstand, denn wessen Nerven und Geist sind schon stark genug, um in Gegenwart eines Ahnen des Clans des Mondes oder gar in einem direkten Gespräch mit ihm zu bestehen? Seine Worte vernehmen die Mitglieder der Domäne meist nur über die Lippen seiner Kinder und auch dann verstehen diese nur die wenigsten unter ihnen – wollen diese nur die wenigsten Domänenmitglieder verstehen. Eine Neugeborene der Malkavianer mag man belächeln oder ihre Worte als wirres Geschwätz der Wahnsinnigen abtun, um sich nicht mit der schmerzhaften Wahrheit in ihnen beschäftigen zu müssen, doch bei einem Ahnen, selbst wenn er im ersten Moment so in sich ruhend und jovial wie Balthasar wirkt, traut sich dieses niemand.
In den frühen Morgenstunden des 31.12.1919 wurde Balthasar von der Ahnsherrin Eupraxia aufgesucht und aus Rache für seine Involvierung in den Abgriff von James Devereaux so schwer verletzt, dass er seit dem in Starre befindlich ist. Gerüchteweise befand er sich seit dem in Obhut von der Malkavianerin Ancilla Ada, seinem Child, bis er vor wenigen Wochen mit Hilfe von dem Ravnos Milosh Horvath sowie Haus und Clan Tremere wieder aus der Starre erweckt wurde.

Lady Mary Sydenham
Ahn von Haus und Clan Tremere
Aktueller Zustand: Aktiv
Die Ahnin von Haus und Clan Tremere sieht man äußerst selten in der Gesellschaft der Domäne. Mutmaßlich scheint sie nicht in der Domäne direkt ansässig zu sein aber doch über die Mitglieder ihres Clans innerhalb der Domäne über die Geschehnisse informiert zu sein und über diese Einfluss auszuüben. Dennoch weiß man in der Gesellschaft kaum etwas über Lady Sydenham. Da ihre Clansschwester, Countess Aurora, über lange Jahre Seneschall unter Prinz Devereaux war wird allgemein davon ausgegangen, dass sie sich zumindest nicht in der Opposition zu dem Prinzen befunden hat oder ihn möglicherweise gar stützt.
Lady Sydenham ist eine elegante und eher schweigsame Person, wenn sie in der Gesellschaft auftritt. Natürlich fordert sie den ihr zustehenden Respekt ein und straft jene, die darin fehlen, doch in einer ruhigen, reservierten Art und Weise. Laut werden oder gar zornig poltern hat sie noch niemand der clansfremden Domänenmitglieder gehört, doch weiß man, dass allein ihr Blick ungehorsame Neugeborene zum Schweigen bringen kann in dem Wissen, welche ungeahnten Mächte in einer Tremere im Ahnenalter schlummern müssen. Und da Haus und Clan Tremere als äußerst exakt bei der Wahl jener gilt, denen der Kuss geschenkt wird, und deren weiteren Weg als Mitglied des Clans, ist zu spüren, welche Erfahrung, welches politisches Geschick und wohl auch thaumaturgischen Fertigkeiten Lady Sydenham ihr eigen nennt.
Mutmaßlich hat in der Nacht des 29.12.1919 auf Initiative von Haus und Clan Tremere hin (mit weiteren involvierten Parteien) der Gangrel Reggie Cook den Prinzen James Devereaux abgepflockt und an Haus und Clan Tremere übergeben. Man sagt, dass der gepflockte Körper des Ahnen am Anfang des Jahres 1920 von Lady Sydenham an Eupraxia übergeben wurde (trotz anders lautender Absprachen zwischen den Ancillae von Clan Toreador und Haus und Clan Tremere), um diese von weiteren Rachefeldzügen gegen Haus und Clan Tremere abzuhalten.

Eupraxia
Ahn von Clan Nosferatu
Aktueller Zustand: Aktiv
Man sagt, dass Eupraxia in ihrem menschlichen Leben Adelheid von Kiew gewesen war, die Gattin des Kaisers Heinrich IV, dessen Leben von einer ehemaligen schönen und umworbenen jungen Frau ein stilles Ende in einem Kloster genommen hatte. Gerüchteweise hält sich Eupraxia seit sehr langer Zeit in Brighton auf, noch bevor die Stadt eine Domäne geworden war, und hatte die Herrschaft von Balthasar nur geduldet solange dieser ihren Herrschaftsbereich nicht betrat. Man sagt jedoch, dass sie grundsätzlich unzufrieden darüber war, dass sich ein Kind des Mondes gedachte in ihrer Heimat an der Oberfläche zu einem Herrscher aufzuschwingen. So war sie wohl eine der ersten, die nicht traurig darüber war, als Balthasar durch einen Ancilla von Clan Toreador in seine Schranken verwiesen wurde und dann auch noch auf diese amüsante, schmähliche Art und Weise den Thron bei einem einfachen Kartenspiel zu verlieren.
Die Herrschaft von James Devereaux als neuer Prinz hat sie, zumindest öffentlich, nie in Frage gestellt. Ganz im Gegenteil schien der Prinz so klug gewesen zu sein sich bereits frühzeitig ihre Unterstützung zu sichern. So entspann sich unerwartet schnell für Ahnen von solch unterschiedlichem Blut ein enges Bündnis. Böse Zungen mögen behaupten, dass der Toreador verstand die Nosferatu mit Schmeicheleien und der Gabe der Präsenz um seinen Finger zu wickeln, und ihr wieder das Gefühl zu vermitteln, eine begehrenswerte Frau zu sein. Doch ist ein Toreador, vor allem ein so junger im Vergleich zu ihr, wirklich dazu in der Lage mit solch einfachen Mitteln zu gewinnen? So sprechen andere eher davon, dass der Toreador so klug war vor der Nosferatu zu buckeln, als er in die Domäne kam, und sich nicht in ihre Belange einzumischen, sondern sogar ihre Belange zu seinen zu machen und vielleicht sogar zu ihrer Marionette wurde. Doch dies sind nur die Mutmaßungen der Neugeborenen und Ancillae. Was jedoch für alle ersichtlich ist, ist, dass das Bündnis zwischen den Ahnen bis heute anhält, trotz der Veränderungen, die der Prinz anscheinend zu durchlaufen scheint, und Eupraxia stets eine der wichtigsten Stützen für Devereaux war, wie auch die Zusammenarbeit der Jüngeren beider Clans umfassend und fruchtbar war und ist.
Man sagt, dass Eupraxia bei dem Abgriff von James Devereaux mithilfe seiner Disziplinen einen Hilferuf von ihm erlangte, jedoch zu spät zu der Stelle des Geschehens kam. Trotzdem fand sie heraus, wer involviert war und startete einen Rachefeldzug. Als erstes wurde durch ihre Hand der Gangrel Reggie Cook vernichtet bevor sie dann den Ahnsherren Balthasar so schwer verletzte, dass dieser in Starre fiel. Mutmaßlich hat Haus und Clan Tremere ihr den gepflockten Körper von James Devereaux Anfang des Jahres 1920 übergeben, um sie von weiteren Akten der Rache an Haus und Clan Tremere abzuhalten. Gerüchteweise hat sie im Januar 1921 Devereaux an dessen Erzeuger abgetreten.

Blanche of Lancaster
Ahn von Clan Ventrue
Aktueller Zustand: Aktiv
Die Ahnsherrin der Ventrue aus dem Geschlecht der Plantagenet wurde nach ihrem vermeintlichen Tod in jungen Jahren sogar von Dichtern betrauert, insbesondere Geoffrey Chaucer, die ihre Schönheit und Reinheit lobten. Doch von der besungenen weiblichen Tugend und ihrem freundlichen Sanftmut ist bei der Ahnin in den heutigen Nächten kein Überbleibsel mehr vorhanden.
Blanche of Lancaster, aus der Linie des Mithras, war über mehrere Jahrhunderte in London ansässig, doch ihr Name ist auch über die Grenzen Britanniens in Clan Ventrue ein Begriff für eine Hand, welche die Zügel der Traditionen und Wertvorstellungen des Clans fest im Griff hat. Man sagt ihr gar eine engere Verbindung zu dem Justikar der Ventrue nach, dessen Archontin zum Jahresende 1919 in der Domäne Brighton gesehen wurde.
In die Belange von der, nach ihren Verhältnissen, jungen Domäne Brighton hat sich die Ahnsherrin bis dato nicht eingemischt. Um so überraschender und womöglich auch besorgniserregend oder furchteinflößend mag es daher sein, dass nun Gerüchte auftreten, dass die Ahnsherrin Interesse an den Geschicken der Domäne zeigt. Für jene, denen die strikte, geradlinige Hand von der Ahnsherrin of Lancaster ein Begriff ist, könnte es Anlass zu Spekulationen geben, was ihre plötzliche Aufmerksamkeit für die Domäne Brighton und insbesondere für die dort ansässigen Ventrue bedeuten wird.
Matteo di Lucca
Ahn von Clan Toreador
Aktueller Zustand: Aktiv
Bereits seit vielen Jahrzehnten wurde der Ahn nur in absoluten Ausnahmefällen in der Gesellschaft gesehen. Seine meiste Zeit verbringt er angeblich in seiner liebsten Zuflucht, der Villa Diodati am Genfer See – ein berüchtigter Ort der Zusammenkunft von vielen Künstlern über die vergangenen Jahrhunderte von den Shelleys, Lord Byron bis zu Balthus.
Obwohl der Ahnsherr di Lucca vor allem als begnadeter Künstler gilt, ist bekannt, dass er in früheren Zeiten ebenso zum streitenden Arm der Camarilla gehörte. In der Gesellschaft von Brighton ist weiterhin bekannt, dass er wohl vor sehr langer Zeit selbst einmal in Brighton Zeit verbracht hat, noch lange bevor sein Child, James Devereaux, Prinz der Domäne wurde.
So war es wohl ein Auslöser von vielen Gesprächen, Mutmaßungen und Briefen, als der Ahn im Januar 1921 plötzlich für wenige Nächte in der Domäne Brighton gesichtet wurde. Noch dazu, wie er sich, samt seinen weiteren anwesenden Clansmitgliedern, in die Unterwelt zur Ahnsherrin Eupraxia begab. Seine Abreise nach nur diesen wenigen Nächten war ebenso unerwartet plötzlich wie seine Ankunft, gerüchteweise samt Devereaux und Lady Florence im Gepäck, jedoch ohne die jüngere Clansschwester Madame Coquette.