Macao
Macao ist möglicherweise ein Vorläufer des Baccara; der Name ist dem „Monte Carlo des Ostens“ (Macau) entliehen, das Spiel selbst stammt aber aus Ungarn. Macao ist ein Karten-Glücksspiel ähnlich dem Onze et demi, Vingt un, Trente un oder Siebzehn und Vier.
Jeder Pointeur erhält vom Bankier eine Karte, weitere Karten darf man hinzukaufen. Ass zählt eins, Zehner und Bilder null, die übrigen Blätter nach ihrer Augenzahl. Es kommt darauf an, möglichst schnell neun oder doch möglichst nahe an neun Augen in der Hand zu halten.
Erhält man als erste Karte eine Neun, so ist dies ein großer Schlag, und man gewinnt den doppelten Einsatz; es sei denn, der Bankhalter hat ebenfalls einen großen Schlag: in diesem Fall zieht der Bankier von allen Spielern den doppelten Einsatz ein, nur der Pointeur, welcher auch eine Neun hat, verliert einfach. Eine Acht als erste Karte nennt man kleiner Schlag.
Wer sich verkauft (d. h. mehr als neun Augen erhält), verliert seinen Einsatz sofort. Verkauft sich der Bankier, so gewinnen alle Spieler, die neun oder weniger Augen halten. Hält ein Spieler mehr Augen als der Bankhalter, so gewinnt er einfach; hält er weniger, so verliert er seinen Einsatz. Hat ein Spieler gleich viele Augen wie der Bankhalter, so entscheidet die Anzahl der Karten: wer weniger Karten hält, gewinnt; bei gleicher Points- und Kartenzahl gewinnt stets der Bankhalter.
Quelle: Wikipedia & Meyers Konversationslexikon von 1908