Das Setting
Vom 18. bis ins 20. Jahrhundert
Ab der Thronübernahme von James Devereaux gilt die Domäne als proportional ruhige Camarilla-Domäne, eine Stätte der Kunst und des Vergnügens, sowohl in der menschlichen als auch in der vampirischen Welt. Die Einflüsse von den starken Patrizierclans in der Domäne, allen voran Clan Toreador als der Clan des Prinzen, sind stark zu spüren.
Es leben in der Domäne dauerhaft um die 25 Kainiten, wovon die Ahnen kaum in der Gesellschaft auftreten und ihre politischen Geschäfte hauptsächlich über ihre Ancillae regeln, welche mit den Neugeborenen der Stadt, die hier für ihren weiteren Erfolg im Unleben kämpfen, das Leben der Nacht in der kainitschen Gesellschaft prägen.
Die Domäne wird seit 1784 durchgehend von Prinz James Devereaux, Ahn von Clan Toreador, regiert. An seiner Seite als Seneschall regiert die Countess Aurora, Ancilla von Haus und Clan Tremere. Einen Sheriff gibt es in der Domäne nicht, doch wird, sollte eine Exekutive benötigt werden, Boone von Clan Nosferatu von der Domänenführung für die entsprechenden Aufgaben herangezogen.
Ebenso existiert ein Rat der Primogene, bestehend aus Vertretern von sechs der sieben anwesenden Camarillaclans, in folgender Zusammensetzung:
Clan Brujah: Jack Miller
Clan Malkavian: Ada
Clan Nosferatu: Boone
Clan Toreador: Lady Florence
Haus und Clan Tremere: Willem den Hartog
Clan Ventrue: Vicomtesse de Noailles
Der Prinz regiert mit Weitsicht und einem klugen Händchen für die Vorlieben seiner Bürger, so dass die allgemeine Zufriedenheit über Jahrzehnte hoch ist. Die ersten Anzeichen einer charakterlichen Veränderung des Prinzen nehmen in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu, doch wird dies seinem zunehmenden Alter und zunehmender Macht zugeschrieben. Erst ab Anfang des 20. Jahrhunderts wird sein Verhalten zunehmend irrationaler und exessiver. Er fängt an Zeichen von starker Paranoia zu zeigen sowie auch immer weiter ersichtlich wird, wie seine moralischen Werte mehr und mehr verderben. Besonders innerhalb der Primogene kommt immer wieder Kritik zur Sprache, auch wenn dies, nicht überraschend, von Lady Florence als Kind des Prinzen und Willem den Hartog, als Clansbruder des Seneschalls, bestmöglich kleingeredet und unterdrückt wird.
1918 – Die Ruhe vor dem Sturm
Das Gesicht der Domäne ändert sich als, vorgetrieben von dem großen Krieg auf dem Festland, die beiden deutschen Kainiten Fräulein Elsa von Kaiser und General von Schleswig in diesem Jahr in die Domäne kommen. Als Folge tut sich Fräulein Elsa immer mehr hervor und drängt, mit Boone als anscheinend ihren engsten Verbündeten, mehr und mehr in das Gebiet der bisherigen Harpyien Lady Florence und der Vicomtesse de Noailles.
Es beginnt sich Reggie Cook unerwartet politisch zu engagieren, anscheinend wegen engeren Verbindungen zu Haus und Clan Tremere, und vertritt ab sofort seinen Clan im Rat der Primogene. Weiterhin ist die Countess Aurora Seneschall der Domäne und Boone übernimmt, so nötig, exekutive Order.
Primogensrat aktuelle Zusammensetzung:
Clan Brujah: Jack Miller
Clan Gangrel: Reggie Cook
Clan Malkavian: Ada
Clan Nosferatu: Boone
Clan Toreador: Lady Florence
Haus und Clan Tremere: Willem den Hartog
Clan Ventrue: Vicomtesse de Noailles
Herbst 1918 – Peripetie
Bei einem Domänenabend erklärt Prinz Devereaux öffentlich, dass er dank der engen Zusammenarbeit zwischen Clan Nosferatu und Clan Toreador einen Komplott gegen seinen Thron aufdecken konnte. Er hatte wenige Nächte zuvor Jack Miller und ihr Kind Dita aus der Domäne verbannt und erklärt nun öffentlich, dass gesamt Clan Brujah Einreiseverbot in die Domäne haben. Ebenso ruft Prinz Devereaux an jenem Abend öffentlich die Marchesa di Modrone zu seinem Ancilla aus und macht sie mit sofortiger Wirkung zum Sheriff der Domäne.
Der Schock innerhalb der Gesellschaft, dass der Prinz soweit geht einen ganzen Clan der Camarilla aus seiner Domäne zu verbannen, ist entsprechend erschütternd. Ebenso scheint wirklich niemand damit gerechnet zu haben, dass die Marchesa von dem Prinzen zu seinem Ancilla ernannt wird – anscheinend nicht einmal die Marchesa selbst.
In den kommenden Monaten wird das Verhalten des Prinzen immer extremer in seiner Irrationalität und Paranoia. Er vermutet fast überall einen Komplott, um ihn zu stürzen, und geht kaum mehr vor die Tür. Folglich werden die kritischen Stimmen innerhalb der Domäne immer lauter und lauter. Besonders im Primogen wird immer deutlicher über die aktuelle Lage gesprochen, da dieser quasi zur Untätigkeit verdammt ist und der Prinz sich gänzlich von ihnen abschottet. Auch die Countess als Seneschall scheint handlungsunfähig gemacht worden zu sein.
Die Nosferatu Jem und der Gangrel Paddy O’Connell lassen ihren kritischen Worten Taten folgen und ziehen ebenso nach Seaford, wo sich seit ihrer Verbannung Jack und Dita aufhalten.
Herbst 1919 – Der letzte Domänenabend
Nach einem Jahr Abwesenheit von Domänenabenden, kommt zu diesem Abend unerwarteter Weise der Prinz zum ersten Mal wieder. Doch der erste Hoffnungsschimmer über eine politische Kehrtwende wird dadurch zunichte gemacht, dass er den Primogen auflöst, da nach seiner Meinung auch jene nur an einem Komplott gegen seinen Thron arbeiten würden.
Sowohl die Countess als auch die Marchesa sind überrascht von dieser Wendung und in ihren Blicken ist diese Überraschung und Kritik abzulesen. Umgehend entzieht Prinz Devereaux auch ihnen ihre Ämter aufgrund von fehlender Loyalität zu ihm und zu den Traditionen. Es legt sich eisige, schockierte, besorgte Stille über die Versammlung und sie löst sich schnellstmöglich auf.
Seit dem fand – bis auf kleinere Treffen zwischen einigen Personen zu persönlichen Einladungen – kein offizieller Domänenabend mehr statt und der Prinz lebt bis auf wenige Besuche in dem Etablissement seiner Muse, Madame Coquette, hinter verschlossenen Türen.
Dezember 1919 – Einladung der Countess (Goldene Asche I)
Sehr verehrte Ahnen,
Geehrte Ancilla,
Werte Neugeborene,
auch wenn in dieser Domäne größere gesellschaftliche Zusammenkünfte bedauerlicherweise nicht mehr modern sind, so möchten wir als Haus und Clan Tremere uns ergebenst erlauben Ihnen eine Einladung auszusprechen.
Wir würden uns freuen Sie am 30. Dezember 1919 in der Ihnen bekannten Zuflucht des Clans zu einer kleinen Feierlichkeit begrüßen zu dürfen. Die Iden des Jahres liegen nun hinter uns und der Stern eines neuen Jahrzehnts ist im Aufgehen begriffen. Wir hoffen diese Anlässe gemeinsam mit Ihnen angemessen zu zelebrieren.
Es verbleibt freundlichst und bittet um eine Rückmeldung,
Countess Aurora
Ancilla von Haus und Clan Tremere
~ Ut sementem feceris, ita metes ~
Nachdem über Monate kein gesellschaftliches Treffen der Domänenmitglieder stattgefunden hatte, kam die Einladung der Countess Aurora im Namen von Haus und Clan Tremere zu einer Feier anlässlich des Jahresendes am 30.12.1919 für alle geladenen Personen überraschend, wenn auch willkommen, sah man doch die politische Motivation dahinter. Und so erschienen die Mitglieder der Domäne auch nahezu vollständig.
Der Ton, der bis dahin ruhigen Abendgesellschaft, änderte sich jedoch schon kurze Zeit nach Versammlungsbeginn drastisch, als sich der eigentlich verbannte Clan Brujah aus Seaford lautstark Einlass verschaffte. In ihren Händen war der Ring von Prinz Devereaux, welchen sie nach verstörenden Träumen zu Beginn der Nacht in einer Lache von Blut vor der Zuflucht von Jack Miller und Dita Levy gefunden hatten. Einige Zeit später fanden sich ebenso der Gangrel Paddy O’Connell sowie die Nosferatu Jem Goodman aus Seaford ein, auf der besorgten Suche nach den Brujah.
Die turbulente Nacht war geprägt von einer Vielzahl politischer Gespräche und personellem Schachspiel aber auch von lautstarken und teils handgreiflichen Auseinandersetzungen, über bestehende Unstimmigkeiten insbesondere zwischen den Brujah und dem Rest der Domäne wie auch über den Fortbestand der Domäne Brighton.
In den frühen Morgenstunden wurde jedoch alles abrupt dadurch unterbrochen, dass alle anwesenden Personen aus dem Nichts eine sanfte Melodie mit tragendem Frauengesang vernahmen, ohne dass eine Quelle ausgemacht werden konnte. Eine weitere Frauenstimme flüsterte ihnen nacheinander ein, dass sie schlafen sollen und tatsächlich fielen alle Anwesenden in kurzer Zeit an Ort und Stelle in einen tiefen magischen Tagesschlaf.
Ich hab‘ die Nacht geträumet wohl einen schweren Traum
Es wuchs in meinem Garten ein Rosmarinbaum
Ein Kirchhof war der Garten, das Blumenbeet ein Grab
Und von dem grünen Baume fiel Kron und Blüten ab
Die Blüten tät ich sammeln in einem gold’nen Krug
Der fiel mir aus den Händen, dass er in Stücke schlug
Draus sah ich Perlen rinnen und Tröpfchen rosenrot
Was mag der Traum bedeuten? Herzliebster, bist du tot?
Sie träumten alle denselben Traum. Ein Traum, unabsichtlich gewoben aus den mächtigen Fähigkeiten der Ahnen, welche an anderen Schauplätzen der Domäne aktiv waren. Sie sahen, wie die Ahnsherrin Eupraxia den Gangrel Reggie Cook angriff und tötete, sahen wie sie ebenso in wildem Zorn den Ahnen Balthasar aufsuchte und in Starre schlug, sahen noch das Ankh der Camarilla wie einen Hoffnungsschimmer am Horizont glühen als die Ahnsherrin der Tremere, Lady Sydenham, sie in den Schlaf schickte, um sie alle zu schützen. (Klicke hier für den gesamten Traumtext sowie für das Lied)
Nach dem Sonnenuntergang am 31. Dezember erwachten sie alle an exakt demselben Ort, an welchem sie in den Schlaf gesendet worden waren. Unbeschadet und doch aufgewühlt.
Die Tische des Versammlungsortes waren unverändert, jedes Glas stand noch am selben Fleck, jedoch war nun alles übersät mit Asche und Rosmarin, die weißen dekorativen Rosenblätter hatten eine rote Färbung angenommen. Doch die Geschehnisse des Abends ließen keine Klärung zu, ob dies nur ein Trick ihres Geistes war oder ob eine tatsächliche Veränderung stattgefunden hatte.
Doch nun, da alle Puzzleteile der vorhandenen Träume, verwirrten Erzählungen und offenen Geständnisse zusammengesetzt werden konnten, offenbarte sich für alle der tatsächliche Ablauf, welcher in der Nacht final seinen Höhepunkt gefunden hatte.
In der Nacht des 29. Dezember, zwei Abende zuvor, hatte Prinz Devereaux ungewöhnlicher Weise nach längere Abwesenheit gemeinsam mit Lady Florence einen Abendbesuch im Etablissement von Madame Coquette, seiner Muse, gemacht. Auf dem Rückweg von dort, den er ebenso ungewöhnlicher Weise alleine antrat, wurde er in einer einsamen Gasse von dem Gangrel Reggie angegriffen und im gepflöcktem Zustand zu Haus und Clan Tremere verbracht. Der Angriff verlief jedoch nicht so glatt wie geplant und in dem kurzen Kampf verlor der Prinz mehr Blut als beabsichtigt und sowie seinen von rosen gezierten silbernen Ring.
All dies wurde beobachtet und das Blut sowie der Ring absichtlich vor der Zuflucht von den Brujah in Seaford positioniert. Laut öffentlicher Aussage von Fräulein Kaiser war dies auf ihre Ansage hin geschehen mit dem Wunsch die Brujah zu der Einladung nach Brighton zu bewegen, um das Gespräch zu suchen.
Die Nosferatu Ahnin Eupraxia, die engste Verbündete von Devereaux, hat von dem Angriff erfahren und in wilder Rage den Gangrel aufgesucht und vernichtet. Ihr weiterer Weg führte sie geführt von brennender Rache zu dem Ahnherren der Malkavianer, Balthasar, welchen sie als Rädelsführer hinter allem sah, welchen sie so schwer verletzte, dass er in Starre fiel. Bevor jedoch noch Schwerwiegenderes geschehen konnte, konnte die Ahnsherrin der Tremere, Lady Sydenham, mithilfe ihrer Gaben den vorzeitigen Tagesschlaf über die gesamte Domäne legen, so dass weitere, von blinder Wut getriebene Angriffe von Eupraxia gestoppt werden konnten. Die mächtigen Gaben der Ahnen, getrieben von starken Emotionen und Kalkül, kumulierten in dem visionären Traum sämtlicher Domänenmitglieder.
Die Abläufe überschlugen sich nun und es rief sich Lady Florence von Clan Toreador, das Child des bisherigen Prinzen, zum neuen Prinzen der Domäne aus mit der Vicomtesse de Noailles aus Clan Ventrue als Seneschall. Anscheinend hatte sie ihre Karten gut ausgespielt, denn kein hörbarer Widerstand formte sich aus dem Stegreif. Der silberne Rosenring ihres Sires ziert nun ihren Finger.
Des Weiteren konstituierte sich ein neuer Rat der Primogene und die weiteren Domänenämter wurden berufen. So wurde Boone aus Clan Nosferatu der neue Sheriff der Domäne und der Brujah Gus sowie die Nosferatu Jem zu seinen Geißeln. Die Malkavianerin Ada rief sich selber zum Ancilla aus, welches von den anderen Ancillae sowie dem Primogen angenommen wurde. Auch sie scheint ihre Karten äußerst richtig gespielt zu haben.
Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Prinzen war die Ausrufung der Blutjagd auf den Setiten Ibrahim Shahab, welche von mehreren Beteiligten nur zu gern sofort vollzogen wurde und der Setit unweit des Versammlungsortes sein Ende fand.
Des Weiteren zeigte sich unerwarteter Weise die Archontin des Justikars der Ventrue, welche anscheinend bereits seit einigen Nächten in der Domäne weilte, um von Seiten der Camarilla ein Auge auf die Geschehnisse in der Domäne zu haben. Sie hatte, wie es sich herausstellte, verkleidet als Ghul der Tremere seit Beginn der Einladung, die Situation vor Ort observiert.
Nachdem die Archontin den neuen Prinzen positiv begrüßt hatte, wendete sie sich, selbst Ahn von Clan Brujah, an ihre Clansgeschwister. Insbesondere suchte sie das Gespräch zu Meg Baker und überrumpelte sie damit, sie zu ihrem Ancilla zu nehmen. Meg beugte vor ihr sowie dann auch vor Lady Florence das Knie, was wohl für alle Beteiligten überraschend war, und so wurde Seaford als Lehen in die Domäne Brighton eingegliedert mit Meg Baker als Protektorin.
Am Ende des Abends verabschiedet sich Jack Miller mit dem Vorhaben in Begleitung von ihrem Clansbruder Zheka nach Russland zu gehen und ähnlich emotional aufgewühlt, wohl aufgrund von clansinternen Unstimmigkeiten, verließ Fräulein Kaiser den Abend mit Boone.
Aktuelle Ämter nach dem Abend:
Prinz: Lady Florence
Seneschall: Vicomtesse de Noailles
Sheriff: Boone
Geißel: Gus Maclachlan & Jem Goodman
Primogensrat Zusammensetzung nach dem Abend:
Clan Brujah: Dita Levy
Clan Gangrel: Paddy O’Connell
Clan Malkavian: Ada
Clan Nosferatu: Francine
Clan Toreador: Fräulein Elsa von Kaiser
Haus und Clan Tremere: Willem den Hartog
Clan Ventrue: Marchesa di Modrone
Ein neues Jahr – 1920

Nachdem die Domäne zu einer neuen Ordnung gefunden hatte, legten sich die Mitglieder der Domäne Brighton in den frühen Morgenstunden des ersten Tages im neuen Jahrzehnts müde und verausgabt nach all den Geschehnissen der letzten beiden Nächte zur Tagruhe. Doch die Hoffnung, dass nun nach den sich überschlagenden Ereignissen der letzten Zeit in ihrer Domäne endlich Ruhe eingekehrt war, zerschlug sich direkt in den Abendstunden des 1. Januars 1920, als sie sich wieder aus ihrem Schlaf erhoben. Der Aufruhr und die Sirenen in der Stadt drangen bis in ihre geschützten Zufluchten, gar bis hinunter in die Unterwelt der Nosferatu. Die Stadt brannte!
Die kommenden Nächte waren vor allem arbeitsreich für Haus und Clan Tremere sowie Clan Ventrue, welche abgestimmt gemeinsam mit den Polizeieinflüssen arbeiteten. Es stellte sich recht schnell heraus, dass die Brände gezielt gesetzt worden waren und ausschließlich die Lokalitäten, welche sich im Einflussbereich der Setiten befunden haben (mehrere Bordelle und Opiumhöhlen, sowie ein Spielhaus, eine Hahnenkampfarena und die Zuflucht der Setiten) sowie den Pub der Marchesa umfassten. Da auch die Malkavianerin Ida sowie der Setit Hasan Mhadi seit der Nacht nicht mehr gesehen worden waren, wurde schnell eindeutig, wer und warum diese Verwüstung hinterlassen hatte. Beide sind seit der Nacht auch nicht mehr in der Domäne gesehen worden.
Noch im Januar verabschiedeten sich die Brujah Jack und Zheka aus der Domäne und gingen nach Russland, um ihren anarchischen Clansgeschwistern dort im Kampf zur Seite zu stehen. Doch Dita blieb und bewies über die kommenden Monate, dass sie nicht vorhatte, ihrer Erzeugerin und ihrem plötzlichen anarchischen Gedankengut nachzugehen. Im Gegenteil vermittelte sie allnächtlich, dass sie eine eigene Stimme hatte, die sie in ihrer Arbeit als Primogen stetig einsetzte und sich pflichtbewusst ihrer Arbeit widmete. Über das Jahr sah man, wie sie sich insbesondere enger mit Fräulein Elsa, als auch, überraschenderweise, mit der Marchesa di Modrone gibt.
Nach mehreren Wochen der Ruhe setzen jedoch mit dem beginnenden Frühjahr wieder einige Turbulenzen ein. Der Tremere Willem Pieter den Hartog hielt sich kaum mehr in der Gesellschaft auf, nachdem sein Verhalten sich immer mehr von dem ruhigen, überlegten Mann, der er gewesen war, verändert hatte. Die Countess Aurora übernahm den Primogensposten von ihm. Im April reisten er und seine Clansschwester Elthea Swift aus der Domäne ab. Angeblich wegen Verpflichtungen in einer anderen Domäne, doch natürlich gehen schnell die Gerüchte, dass diese Domäne Wien sei.
Der Einfluss über die Polizei verbleibt, gerüchteweise anders als vorherige Absprache, in den Händen sowohl von Clan Ventrue als auch von Haus und Clan Tremere. Man sieht ebenso die Vicomtesse de Noailles und den General von Schleswig verstärkt den Kontakt zu Paddy O’Connell suchen. Ebenso sieht man verstärkt die Vicomtesse die Nähe zu Ada suchen, was zu Beginn anscheinend positiv verläuft, sich doch über die Monate immer angespannter zeigte.
Wie auch Willem den Hartog, zog sich Madame Coquette unerwarteter Weise immer mehr aus der Gesellschaft zurück und hielt den Rose’s Garden in den meisten Nächten geschlossen. Auf Nachfragen gab sie stets an, mit einem merkwürdigen, gehetzten Gesichtsausdruck, dass sie sich nicht gut fühlen würde. Im Frühjahr endete es dann darin, dass sie die Geschäfte des Rose’s Garden kommissarisch an Fräulein Elsa übergab und sich vollständig zurückzog. Es ist allgemein unbekannt, ob sie sich noch in der Domäne aufhält oder abgereist ist. Mit der Unterstützung von Francine leitet Fräulein Elsa seitdem die Lokalität und das Rose’s Garden ist unter der Schirmherrschaft der beiden wieder so erfolgreich wie zuvor. Man sieht einige Domänenmitglieder dort wieder die angenehmen Seiten der Nacht genießen, insbesondere ist auffällig, dass sich die Countess Aurora öfter als früher dort aufhält.
Von dem ehemaligen Prinzen Devereaux weiß man allgemein nichts. Es wird gesagt, dass er, gepflockt, der Ahnsherrin Eupraxia übergeben wurde, allerdings sind seitdem keine Nachrichten über seinen Zustand an die Oberfläche gedrungen.
Im Mai reiste Meg Baker, mittlerweile Ancilla von Clan Brujah und Protektorin von Seaford, aus der Domäne ab. Sie war bereits äußerst angespannt in den Wochen und Monaten zuvor und hatte sich meistens nur in Seaford aufgehalten. Sie gab an, dass sie auf Geheiß der Archontin auf Reisen gehen muss. Nur wenige Tage nach ihrer Abreise verabschiedete sich ebenso die Nosferatu Jem. Der Posten der zweiten Geißel ging damit an den General von Schleswig.
Es wird mittlerweile immer auffälliger, dass sowohl die Domänenführung als auch der Sicherheitsapparat der Domäne starke Bedrohungen von außen vermuten. Die Vicomtesse sitzt oft Stunden oder gar Nächte mit Boone und den Geißeln zusammen. Die Tätigkeiten nehmen immer mehr Zeit von den Beteiligten in Anspruch und die Vicomtesse ist über die Monate immer weniger ansprechbar für andere Domänenangelegenheiten. Dieses wird natürlich insbesondere von jenen kritisch beäugt, die miterlebt haben, wie der ehemalige Prinz sich verhalten hatte.
Und auch Prinz Florence zieht sich immer mehr aus der Gesellschaft zurück. Über die Monate wurde ihr Auftreten immer erratischer, ihre Augen gehetzter, ihr Gesicht blasser. Seit Mitte des Jahres ist sie quasi gar nicht mehr in der Gesellschaft, sondern zog sich zurück und malte angeblich. Ihr Clan gibt an, dass sie sich in einer Schaffensphase befindet, was bei Clan Toreador schon einmal vorkommt. Es bleibt bei jedem einzelnen, ob er es glaubt oder nicht..
Im Juli erfährt Clan Toreador jedoch Verstärkung mit Lord Sebastian Thistleworth, dessen Anwesenheit der aktuell recht allein gelassenen Fräulein Elsa sichtlich Aufschwung verleiht. Das Zusammentreffen von diesen zwei Personen und ihrer besonderen Art und spitzen Zungen, ist sicher nicht zur Freude eines jeden Domänenmitglieds. Doch nach all den Monaten beginnt man zumindest wieder etwas zu spüren, dass diese Domäne seit vielen Jahrzehnten, ja über einem Jahrhundert, eine Toreador-Domäne ist.
Im August kommt jedoch weitere Aufregung in die Domäne. Zuerst trifft die Malkavianerin Mademoiselle d‘Entraide ein. Ihre Worte, dass sie geschickt wurde aufgrund von Träumen und den Karten, sind für die meisten natürlich nur das übliche Gerede eines Kind des Mondes. Doch ist es faszinierend zu sehen, wie die extravagante, extrovertierte Mademoiselle die strenge, kühle Ada ergänzt. Anscheinend hat, nach der langen Abwesenheit von Ida, nun ein anderes Yang zum Ying gefunden.
Am Ende des Monats jedoch, Monate nach der “Abreise” von Clan Seth, kommt ein weiteres Mitglied eines freien Clans in die Domäne – ein Ravnos. Er bekommt jedoch keinerlei Möglichkeit sich vorzustellen und wird nahe der Domänengrenzen von den Geißeln aufgeschnappt und direkt wieder hinaus befördert. Die Reaktionen in der Domäne dazu gehen stark auseinander. Bei manchen stößt diese schnelle Handlung auf Anklang, hat man doch genug Ärger mit einem freien Clan gehabt und es ist Zeit, dass die Domäne zur Ruhe kommt. Andere wiederum führen an, dass diese Handlung eigentlich doch den Statuten der Camarilla widersprechen würde, wenn der Herr sich doch nichts zu Schulden kommen lassen hätte und die Traditionen befolgen würde.
Mitte September reist die Vicomtesse in Begleitung der Prinzessin Varvara nach London. Es gehen Gerüchte, dass sie zu der Ahnsherrin ihres Clans, Blanche of Lancaster, gereist sind. Nachdem sie jedoch selbst nach einigen Wochen nicht zurückgekehrt sind, legen sich mehrere Stirnen in Sorgenfalten.
Mit der Abreise des Seneschalls und der ständigen Abwesenheit von Prinz Florence liegt damit die Verantwortung für die Domäne alleine bei Boone als Sheriff. Manche mögen sagen, er geht sehr eifrig an seine Arbeit, andere wiederum sagen, er scheint völlig überfordert, und wieder andere beobachten ihn äußerst kritisch, denn keine weiteren Themen mehr scheinen ihn zu interessieren als nur die Sicherheit der Domäne. Er und die Geißeln sind nächtlich auf Streife, sind nicht mehr ansprechbar für anderes als die vermuteten Bedrohungen von außen in Form des Sabbats und der Anarchen. Von dem ruhigen, besonnenen Boone ist kaum mehr etwas übrig, und Ähnliches gilt auch für die Geißeln.
Der Primogensrat versucht entsprechend so gut wie möglich alle offenen Themen unter sich zu klären und weder den Sheriff noch die Geißeln zu involvieren, nachdem sie harte und teils aggressive Absagen bekommen haben.
Die Präsenz von Haus und Clan Tremere in der Domäne wird im September durch die Anreise von Sir Edmund Campbell erweitert. Der erste Domänenabend für ihn ist jedoch nur eine kurze Angelegenheit und wird aufgrund von vermuteter Bedrohungslage vom Sheriff und den Geißeln vorzeitig und abrupt beendet.
Im Oktober kommt überraschend ein Ancilla von Clan Brujah in die Domäne und wird ansässig. William Jianjun Kendall lässt sich augenscheinlich von dem Durcheinander, das in der Domäne herrscht, nicht aus der Ruhe bringen, und versucht mit seiner Art den Sheriff und die Geißeln zu unterstützen.
Vor wenigen Wochen, Ende Oktober, verschwindet auch Boone von der Oberfläche. Als einzige Nosferatu, die noch in der Gesellschaft zu sehen ist, gibt Francine an, dass er Pflichten im Untergrund nachkommen müsse.
Sämtliche Domänenführung liegt nun einzig und alleine auf den Schultern der Geißeln und des Primogens, was zu mehreren Unstimmigkeiten und lauten Auseinandersetzungen zwischen allen Beteiligten führt, nachdem die Nerven nach all den kuriosen und besorgniserregenden Entwicklungen der letzten Wochen und Monaten recht blank liegen.
November 1920
Aktuelle Ämter:
Prinz: Lady Florence
Seneschall: Vicomtesse de Noailles
Sheriff: Boone
Geißel: Gus Maclachlan & General von Schleswig
Primogensrat Zusammensetzung:
Clan Brujah: Dita Levy
Clan Gangrel: Paddy O’Connell
Clan Malkavian: Ada
Clan Nosferatu: Francine
Clan Toreador: Fräulein Elsa von Kaiser
Haus und Clan Tremere: Countess Aurora
Clan Ventrue: Marchesa di Modrone
Vor einer Woche fand nun aufgrund der faktischen Abwesenheit und Unerreichbarkeit der Domänenführung eine außerplanmäßige Sitzung der Primogene statt. Nach den schlechten Erfahrungen mit dem ehemaligen Prinzen läuten bei vielen die innerlichen Alarmglocken auf Anschlag. Es wird entschieden, dass Fräulein Elsa versucht, ein Gespräch mit Prinz Florence zu forcieren und unter allen Umständen ein Vorlassen erzwingen wird, nachdem niemand seit vielen Wochen zu dem Prinzen vorgelassen worden ist. Es gibt einige Diskussionen darüber, ob sie jemand begleitet und falls ja, wer. Im Endeffekt einigt man sich auf die Marchesa di Modrone als Quasi-Vertretung für die Vicomtesse.
Es war Freitag, der 26. November 1920, als der nächste offizielle Domänenabend angesetzt war. Vor einigen Monaten hatte bereits die Vicomtesse im Namen von Clan Ventrue dazu geladen. Und so machten sich die Mitglieder und Gäste der Domäne unter dem Vollmond in der kalten Nacht auf zum Pavilion House. Viele natürlich schon begleitet von Gedanken für den Fall, dass man doch erneut tätig werden muss bezüglich des Thrones.
November 1920 – Domänenabend (Goldene Asche II)
Es war Freitag, der 26. November 1920, als der nächste offizielle Domänenabend angesetzt war. Vor einigen Monaten hatte bereits die Vicomtesse im Namen von Clan Ventrue dazu geladen. Und so machten sich die Mitglieder und Gäste der Domäne unter dem Vollmond in der kalten Nacht auf zum Pavilion House. Viele natürlich schon begleitet von Gedanken für den Fall, dass man doch erneut tätig werden muss bezüglich des Thrones
Und so war die abwartende Spannung innerhalb der Gesellschaft spürbar, als die Gäste nacheinander eintrafen.
Es wurde bekannt, dass der Besuch von Fräulein Elsa und der Marchesa bei Lady Florence schwerwiegende Folgen hatte. Sie berichteten von dem desaströsen Geisteszustand des Prinzen und es stellte sich heraus, dass es darin geendet hatte, dass Lady Florence, gepflockt von dem Stab des Setiten Ibrahim, welchen diese als Herzensangelegenheit aufbewahrt hatte, bei Fräulein Elsa lag. Aber der Prinz sollte nicht die einzige Toreador sein, welche an einem ungewöhnlichen Ort war, sondern es wurde bekannt, dass sowohl der vormalige Prinz Deveraux als auch Madame Coquette aktuell unter Brighton in der Domäne der Ahnsherrin Eupraxia hausten. Angeblich auf freiem Fuß und guter Dinge. Doch musste Clan Ventrue mitteilen, dass die Vicomtesse de Noailles sowie deren Kind Prinzessin Varvara für nicht absehbare Zeit in London bei der Ahnsherrin Lancaster verweilen würden und nicht wieder in die Domäne Brighton zurückkehren würden. Es stand nun also fest, dass die Domäne aktuell erneut ohne funktionierende Führung dastand.
Die Hinweise auf eine Beeinflussung der Setiten von verschiedenen Personen, die an ihrem Sturz beteiligt waren, waren nun sehr eindeutig. Doch Haus und Clan Tremere hatte bereits einige Monate an einer Lösung geforscht und offerierte diese nun der Domäne. Mithilfe eines Tropfen setitischen Blutes, welches in einem der Siegel eines Vertrags mit den Setiten konserviert worden war, konnte so mit einem aufwendigen Ritual der General von Schleswig von der schädlichen Magie befreit werden.
Es kam überraschend, dass nach Monaten der Abwesenheit, Meg Baker und Jem Goodman wieder in die Domäne kamen. In ihrer Begleitung der Anarchen Gangrel José Garciá, welcher ebenso als Gepäck einige Briefe der Brujah Jack an verschiedene Personen in Brighton dabei hatte. Laut den Briefen und Berichten von José war Jack in Russland in Starre gefallen aufgrund von schweren Kampfverletzungen im Rahmen der dort weiterhin stattfindende Gefechte zwischen der Anarchen und der Camarilla. Doch die Gefechte schienen immer weiter nach Westen zu dringen und so wurde bekannt, dass vor nicht einmal einer Woche sowohl José und sein Klüngel als auch Meg und Jem darin verwickelt gewesen waren, dass die Brujah Ahnsherrin und Archontin, welche im Vorjahr Meg Baker zu ihrer Ancilla gemacht hatte, durch einen Angriff auf ihre Unterkunft in Berlin getötet wurde.
Die politische Situation wurde entsprechend über den Abend immer angespannter und gefüllt mit dem Schachspiel um die Besetzung der Domänenführung als auch die Diskussionen bezüglich des anarchischen Gedankenguts, welches durch Meg, Jem und insbesondere natürlich José transportiert wurde.
Zusätzlich wurde die Gesamtsituation der Domäne noch mehr aufgewirbelt durch zwei Ravnos, welche von dem General aufgeschnappt worden waren. Sie stellten sich jedoch als menschliche Nachfahren von dem Ahnsherren Balthasar heraus, was dazu führte, dass Clan Malkavian ihnen besondere Behandlung zukommen ließ. Doch auch Sir Edmund Campbell konnte von ihnen aus seiner vorherigen Domäne berichten und für ihren Leumund sprechen, so dass die Ravnos sich unerwartet intensiv in die Geschicke des Abends involvieren konnten. Und so kam es, dass es ihnen möglich war, sich die Einflüsse der Marchesa sprichwörtlich unter den Nagel zu reißen, nachdem diese sich viele Allianzen verscherzt hatte und dann endgültig ihre Kontrolle verloren hatte, als die Forderung nach ihren Einflüssen ausgesprochen worden war. Aufgrund ihres Verhaltens endete ihr Weg in der Domäne erst einmal und sie wurde von dem Ancilla William Jianjun Kendall “zur Kur” nach London zur Ahnsherrin von Lancaster geschickt. Seitdem hat man weder sie noch den Ancilla in Brighton gesehen.
Mitten in der Nacht, während der angespannten Situation und erregten Gespräche, wurde plötzlich der beeindruckende Einfluss von Ahnsherr Balthasar spürbar obwohl dieser weiterhin in Starre lag und die Malkavianerin Mademoiselle d‘Entraide begann ohne erkennbaren Anlass ein Lied über einen Sohn des Mondes zu singen, während den Anwesenden so war als würden sie Tarotkarten in ihren Händen auftauchen sehen. Ihr Blick in ihre Karten hielt ihnen den Spiegel vor, trieb sie dazu anzuerkennen, wer sie wahrhaftig waren und was ihre Ziele waren. Und so nahm die Dynamik des politischen Geschachers nachfolgend um ein Vielfaches zu.
Über den Abend verteilt wurden auch Warnungen der Malkavianer laut, dass ein magisches Schutzschild, welches über Brighton liegen würde, Brüche bekommen würde. Laut ihren malkavianischen Aussagen bräuchte es 8 Blutstropfen von 8 Clans, um diesen Schutz wiederherzustellen. Und so machte es sich insbesondere Ada zur Aufgabe, diese Tropfen zu sammeln, was zu einigen Diskussionen und clansinternen Abstimmungen führte. Es wurde über die Zeit bekannt, dass das Schild wohl bereits aus einer Zeit vor der Ankunft Balthasars und der Gründung der Domäne stammte und Eupraxia damit zusammenzuhängen scheint.
Parallel eskalierte die europäische Realpolitik und es erreichte die Domäne die Nachricht, dass nach dem Angriff auf die Unterkunft der Archontin der Kriegszustand in Berlin ausgerufen worden war. Was dies für das Schicksal der anwesenden Personen bedeuten würde, blieb vorerst unklar, doch die Situation mit den Gesprächen zwischen der Camarilla und jenen, die sich eher frei oder direkt als Anarchen sahen, spitzte sich zu.
Am Ende des Abends erhob sich die Countess Aurora als neuer Prinz der Domäne mit dem Toreador Lord Sebastian als Seneschall an ihrer Seite, der nun den Ring seiner Linie, der vorher sowohl den Finger von Deveraux als dann auch den von Lady Florence geziert hatte, an seinem Finger trägt. Für die Sicherheit der Domäne wurde General von Schleswig als Sheriff zuständig gemacht und Hüter der Elysien (in einer Domäne bisher ohne Elysien) wurde die Nosferatu Francine. Dem Gangrel Paddy wurde das Amt der Geißen angeboten, doch er entsagte dem Angebot und verließ die Domäne.
Seaford wurde letztendlich als “freie” Stadt deklariert. Meg, Jem und Paddy reisten dorthin wieder ab, doch auch die Ravnos planten dort ihr neues Zuhause aufzubauen. Ebenso reiste José nach Seaford, nachdem er von Fräulein Elsa aus der eigentlichen Abstrafung durch die Camarilla “herausdiskutiert” worden war. Meg wurde von der Camarilla (sehr zu ihrem Unmut) wieder als Baronin tituliert, doch die genauen Synergien der Nachbarschaft dieser nun so unterschiedlichen Domänen blieben vorerst offen. Es deuteten sich erste Unstimmigkeiten innerhalb Clan Brujahs an, aber auch zwischen den nun in Seaford lebenden Personen schien keineswegs Harmonie zu herrschen. Die Zeit würde es wohl zeigen, wie sich diese Dynamiken weiterentwickeln werden.
Aktuelle Ämter:
Prinz: Countess Aurora
Seneschall: Lord Sebastian Thistleworth
Sheriff: General von Schleswig
Hüterin der Elysien: Francine
Primogensrat Zusammensetzung:
Clan Brujah: Dita Levy
Clan Gangrel: –
Clan Malkavian: Ada
Clan Nosferatu: Reed
Clan Toreador: Fräulein Elsa von Kaiser
Haus und Clan Tremere: Sir Edmund Campbell
Clan Ventrue: –
Ende November 1920 – 1. Februar 1921
Der November endete noch in einiger Aufregung für die Domäne, insbesondere aber für die Ravnos, als eine Nacht nach der erzwungenen Abreise der Marchesa, ihre Einflüsse unerwartete und unschöne Umbrüche erfuhren. Die Bedford Tavern, jenes Etablissement, welches stets als ihre “Schaltzentrale” galt, ging dermaßen lichterloh in Flammen auf, dass nur mehr eine Ruine übrig blieb. Doch auch in dem Großteil der anderen Etablissements unter ihrem Einfluss wurden ausschlaggebende Personen als vermisst oder abgereist gemeldet und mit ihnen zahlreiche wichtige Dokumente und eine umfangreiche Portion der Finanzen.
Doch nach diesen Turbulenzen Ende November brachen überraschend ruhige Wochen an. Kurz nach der Abreise von der Marchesa di Modrone und William Kendall nach London, reisten ebenso der General von Schleswig als auch Sir Campbell ab. Letztere jedoch auf dem direkten Weg nach Berlin nach Aufforderung ihrer jeweiligen Ahnsherrinnen, um den Kampf gegen die Anarchen dort vor Ort zu unterstützen. Und auch José Garcia verließ Seaford zu dem Rest seiner Leute wohl ebenso in die Berliner Gegend.
Und so übernahm Dita Levy für die Zeit der Abwesenheit des Generals in seiner Vertretung die Aufgaben eines Sheriffs. Aufgrund der Abwesenheiten war jedoch voerst Stille in die Region eingekehrt und sowohl sie als auch die frisch eingesetzte Domänenführung konnten sich in ihre Aufgabenfelder einarbeiten, natürlich stets unterstützt von einer eifrigen Fräulein Elsa.
Diese Ruhe nutzte auch Francine als neue Hüterin der Elysien, um mit Unterstützung von Clan Toreador und der Domänenführung den Royal Pavilion und The Rose’s Garden als Elysien auszurufen.
Auch um die Ravnos ward es für den Moment etwas ruhiger, hatten sie doch alle Hände voll damit zu tun, sich um die abgeluchsten Einflüsse der Marchesa zu kümmern, die nun ungeplant viel Arbeit einforderten. Auffällig war jedoch weiterhin wie nah sich insbesondere Milosh Horváth gegenüber Clan Malkavian zeigte. Und als dann endlich mit der Zusammenarbeit zwischen ihm, Ada und Haus und Clan Tremere Ahnsherr Balthasar wieder aus seiner Starre geholt werden konnte, vertiefte sich diese Nähe nur noch mehr.
Besonders ruhig wurde es in Seaford und Meg Baker konnte nach all der Zeit endlich wieder sprichwörtlich durchatmen und ihr Unleben wieder so leben, wie sie es stets in Seaford gewollt hatte, bevor vor wenigen Jahren alles durcheinander gewirbelt worden war.
Die Ruhe wurde erst Mitte Januar etwas aufgewirbelt als bekannt wurde, dass der Toreador Ahn Matteo di Lucca unerwartet und sehr kurz in die Domäne gekommen war. An seiner Seite die Toreador Marianne Louise Fairfax. Man sagt, er habe sich direkt samt seines gesamten Clans in ein Treffen mit Clan Nosferatu begeben und sei dann nur eine Nacht später mit Lady Florence im Gepäck wieder abgereist. Marianne Fairfax blieb jedoch und zog, so sagt man, in den Royal Pavilion zu Lord Sebastian, welcher diesen nun von den Hinterlassenschaften von seiner Tante, Lady Florence, größtmöglich befreit hatte und nun zu seiner standesgemäßen Zuflucht auserkoren hatte, schließlich habe dort seit über 100 Jahren ein Mitglied seiner Linie gewohnt.
Das letztendlich die Ruhe völlig zerstörende Feuerwerk kam im Endeffekt verspätet zur Silvesternacht erst vor gut einer Woche, in der letzten Januarwoche, als José Garcia, nun in Begleitung von seinen engsten Gefährten, wieder in Seaford auftauchte. Und besonders unerwartet fand sich kurz darauf auch wieder die Marchesa di Modrone in der Region ein, dieses Mal jedoch nicht in Brighton, sondern direkt in Seaford. Ein Grund der Beunruhigung für die Domäne Brighton und ihre Domänenführung.
Um die Lage zu klären und weitere Maßnahmen zu erörtern, beschloss die Domänenführung vor wenigen Nächten, trotz der aktuellen Abwesenheit von dem eigentlich Sheriff General von Schleswig sowie Sir Edmund Campbell, die Mitglieder der Domäne Brighton zum 1. Februar zu einer Zusammenkunft in das Pavilion House zu laden.